BiografieNils Rottgardt studierte Kulturarbeit in Potsdam, Angewandte Theaterwissenschaften in Gießen und ist gelernter Heilerziehungspfleger. Durch eine chronische Erkrankung gilt er als Mensch mit Behinderung.
Als Produzent, Kurator und Künstler kreuzen immer wieder unterschiedliche urbane Brachen wie alte Gaswerke, Schwimmbäder, Fabrikhallen etc. seinen Weg für die er freiberuflich spartenübergreifende und nachhaltige Kunst- und Kulturprojekte entwirft und realisiert.
Seit 2014 fokussiert er die Schnittstelle von Inklusion und Kultur. 2018 begann er im Rahmen des europäischen Forschungsprojekt Impart seine Zusammenarbeit als Regisseur und Berater mit Un-Label. Dieses Projekt lenkte das Hauptaugenmerk seiner Arbeit auf die Erforschung des künstlerischen Verfahrens Aesthetics of Access in unterschiedlichen Genres.
Von 2016 bis 2022 war er Mitgründer und CEO der auf inklusive Medien- und Filmprojekte spezialisierten Produktionsfirma Leib+Seele Produktionen in Köln.
Als Initiator und Creative Producer, gründete und leitete er von 2020-22 drei Ausgaben des inklusiven spartenübergreifenden Produktionsfestivals RoboLAB in Odonien, Köln.
Im Jahr 2023 übernahm er die künstlerische Leitung von Un-Label und realisierte dort gemeinsam mit dem Team von Un-Label das erste internationale Residenzprogramm für Künstler*innen mit Behinderung im Un-Label Studio, mixed-abled Theaterprojekte sowie diverse Projektkooperationen mit künstlerischen Hochschulen zum Thema Aesthetics of Access.
In 2020 wurde er für seine Arbeit mit creativ.NRW (mit Freischimmer e.V.) ausgezeichnet und 2024 erhielt er den Preis für transformatives Lehren und Lernen der TH Köln (mit Un-Label e.V.). Seit 2022 ist er Jurymitglied des Beirats des Kulturamts der Stadt Köln im Referat "Kultur als Akteur der Stadtgesellschaft - kulturelle Teilhabe". Für seine Arbeit wurde er unter anderem