BiografieFriederike Blum ist Regisseurin für Musiktheater. Sie studierte Musiktheaterregie an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg sowie Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen. Als Regieassistentin und Spielleiterin u. a. an der Bayerischen Staatsoper München vertiefte sie ihre Kenntnis des Opernbetriebs und assistierte Regisseur*innen wie Tatjana Gürbaca, Stefan Herheim, Frank Castorf, Kirill Serebrennikov, sowie Heiner Goebbels.
Als Regisseurin wurde sie 2023 mit dem Götz-Friedrich-Preis für ihre Inszenierung von Peter Eötvös' „Tri sestry" am Theater Hagen ausgezeichnet. Es folgten Produktionen wie „Salome" am Nationaltheater Weimar, „Frank und Bert" an der Bayerischen Staatsoper sowie „La Passion de Simone" an der Oper Köln und „Manon Lescaut" am Theater Heidelberg.
Parallel dazu erprobte sie mit den verschiedensten Kollaborateur*innen immer wieder neu, wie gemeinsam Musiktheater entstehen kann – mit professionellen Künstler*innen ebenso wie mit Laien. In Zusammenarbeit mit dem Komponisten Benjamin Scheuer entstanden das Musiktheaterprojekt „Erinnerungsspiele“ – ein gemeinsam mit Kindern und Senioren entwickeltes Projekt – sowie das Langzeit-Musiktheaterprojekt „Das Orlando-Prinzip“. Mit Schüler*innen verschiedener Stadtteile Bremens entstanden die Musiktheaterprojekte „WegWeise“ und „WegWandel“. Und mit „24 Hebel für die Welt – Berichte aus der Winterreise" schuf sie zusammen mit Un-Label in Köln ein mixed-abled Musiktheaterprojekt.