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Rheinsberger Orgelkurs - Arbeitsphase 1/6

KURSNUMMER: 260925o

Zielgruppe

Orgelbegeisterte aller Altersstufen – von Einsteiger*innen mit Vorkenntnissen auf dem Klavier bis hin zu fortgeschrittenen und nebenamtlichen Organist*innen – sowie Interessent*innen an der kirchenmusikalischen D-Ausbildung
Termine

FR, 25.09.2026 18:00 - SO, 27.09.2026 13:00
Anmeldeschluss

06.09.2026
Kursplätze

max. 12 Plätze
Ort

Musikakademie Rheinsberg
Kategorie

Instrumente & Ensemblespiel
Preise

77,00€ Kostenbeitrag ohne ÜN/Frühstück; inkl. Tagesverpflegung123,00€ Kostenbeitrag inkl. ÜN/VP im Doppelzimmer (ermäßigter Preis)173,00€ Kostenbeitrag inkl. ÜN/VP im Einzelzimmer (ermäßigter Preis)
Ermäßigungsberechtigt sind Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre sowie Schüler*innen, Auszubildende und Studierende bis 27 Jahre.
163,00€ Kostenbeitrag inkl. ÜN/VP im Doppelzimmer (Normalpreis)213,00€ Kostenbeitrag inkl. ÜN/VP im Einzelzimmer (Normalpreis)
Ansprechpartner*innen

Fragen zu Unterkunft, Verpflegung und Rechnungslegung:
Birgit Gabel, Viola Wangler
gaeste@musikkultur-rheinsberg.de

Fragen zu Kursorganisation und Anmeldung:
Martha Rademacher
akademie@musikkultur-rheinsberg.de

Kursüberblick

Der Rheinsberger Orgelkurs ist ein einzigartiges Angebot für alle, die ihre Leidenschaft für die Königin der Instrumente entdecken oder ihre Kenntnisse vertiefen möchten. Es richtet sich an Orgelbegeisterte aller Altersstufen – von Einsteiger*innen mit Vorkenntnissen auf dem Klavier bis hin zu fortgeschrittenen und nebenamtlichen Organist*innen.

Seit 1991 hat sich aus dieser Idee eine lebendige Tradition entwickelt, die Teilnehmende aus ganz Brandenburg und darüber hinaus zu regelmäßigen Arbeitsphasen nach Rheinsberg führt. Gemeinsames Ziel ist es, die Orgeln in möglichst vielen Kirchen des Landes zum Klingen zu bringen und das kirchenmusikalische Leben in den Regionen zu bereichern.

Kursstruktur und -inhalte

Im Mittelpunkt steht der individuelle Orgelunterricht bei erfahrenen, hauptamtlichen Kirchenmusiker*innen aus Rheinsberg und Umgebung, Kreiskantor*innen der Landeskirche sowie wechselnden Gastdozent*innen. Er knüpft an die jeweiligen Vorkenntnisse, das mitgebrachte Repertoire und die persönlichen Lernziele der Teilnehmenden an. So können erste Erfahrungen an der Orgel ebenso vertieft werden wie technische, musikalische und interpretatorische Fragen bei anspruchsvollerer Literatur.

Ergänzend bieten die Arbeitsphasen

  • eine breite Palette an Anregungen für leicht spielbare Orgelliteratur vom Mittelalter bis zur Moderne;
  • Einblicke in die Funktionsweise der Orgel, praktische Tipps zur Wartung, Pflege und zur »Ersten Hilfe«;
  • Unterricht in Improvisation sowie in den kirchenmusikalischen Begleitfächern wie Musiktheorie, Gehörbildung und Vom-Blatt-Spiel.
Wo Natur auf Geschichte trifft

Die Musikakademie Rheinsberg liegt im historischen Kavalierhaus der Rheinsberger Schlossanlage unmittelbar am Grienericksee. Nur wenige Gehminuten entfernt stehen die beiden Orgeln der St. Laurentius Kirche für die Kursarbeit zur Verfügung. So entsteht eine inspirierende Lernumgebung, die konzentriertes Arbeiten, Austausch mit Gleichgesinnten und ein einzigartiges Ambiente miteinander verbindet.

Zusatzinformationen

Der Orgelkurs umfasst sechs Arbeitsphasen pro Saison. Ein Einstieg ist jederzeit möglich, ebenso wie die Teilnahme über mehrere Kurszyklen hinweg. Die Wochenenden können jedoch auch unabhängig voneinander gebucht werden. Nach entsprechender individueller Vorbereitung besteht zudem die Möglichkeit, die kirchenmusikalische D-Prüfung abzulegen.

Auch eine Teilnahme an einzelnen Kurstagen (z.B. für Teilnehmende aus der Region) ist nach Absprache möglich. Die Abrechnung erfolgt in diesem Fall individuell entsprechend der tatsächlich in Anspruch genommenen Verpflegung.

Terminüberblick Arbeitsphasen in der Saison 2026/27:

→ Arbeitsphase 1 | 25. bis 27.09.2026​
→ Arbeitsphase 2 | 13. bis 15.11.2026​
→ Arbeitsphase 3 | 08. bis 10.01.2027​
→ Arbeitsphase 4 | 19. bis 21.02.2027 (folgt)​
→ Arbeitsphase 5 | 09. bis 11.04.2027 (folgt)​
→ Arbeitsphase 6 | 28. bis 30.05.2027 (folgt)​
→ Sommerorgelwoche 2027 | Termin folgt​

Unterstützen Sie unser Team als Dozent*in

Zur Verstärkung des derzeitigen Pädagoginnen-Teams suchen wir im Rahmen des Rheinsberger Orgelkurses eine/n Dozent*in für Orgelunterricht auf Honorarbasis. Der zeitliche Rahmen liegt bei drei bis vier Wochenenden im Jahr, wobei Einzelunterricht vorwiegend samstags und ggf. freitagabends stattfindet. 

Sie bringen Expertise und Begeisterung für die Orgel sowie pädagogische Erfahrung mit, haben Freude daran, Ihr Wissen weiterzugeben und den Kurs mitzugestalten? Dann freuen wir uns über Ihre Nachricht – idealerweise mit kurzer Vita und Referenzen – an: akademie@musikkultur-rheinsberg.de​

Kooperationen

In Kooperation mit der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, mit dem regionalen kirchenmusikalischen Ausbildungszentrum Rheinsberg, dem Evangelischen Kirchenkreis Wittstock-Ruppin sowie der Evangelischen Kirchengemeinde Rheinsberg.

Logo der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz
Impressionen
Dozierende

KMD Dr. Britta Martini

Britta Martini studierte Kirchenmusik in Frankfurt am Main. Nach dem Bachelorabschluss war sie von 1987 bis 1993 Kirchenmusikerin an der Gedächtniskirche in Bad Homburg. Parallel dazu wirkte sie als Dekanatskantorin und hatte einen Lehrauftrag am Predigerseminar Friedberg. 

Im September 1993 wechselte sie als wissenschaftlich-künstlerische Assistentin von Prof. Dr. theol. Christoph Krummacher an das Kirchenmusikalische Institut der Hochschule für Musik und Theater (HMT) Leipzig. Zu ihren Aufgaben gehörten neben Verwaltungstätigkeiten der Unterricht in Liturgik und Hymnologie. Während eines Sabbaticals ihres Vorgesetzten sowie in der Zeit seiner anschließenden Tätigkeit als Rektor der HMT übernahm sie zudem die Orgelklasse.

1999 endete ihr Vertrag an der HMT Leipzig; nahezu zeitgleich schloss sie ihr Promotionsverfahren an der Universität Leipzig bei Prof. Dr. phil. Gotthard Lerchner mit dem Prädikat »Magna cum laude« ab. Als Lehrbeauftragte blieb sie der HMT noch über ein weiteres Jahr verbunden, bevor sie nach Görlitz berufen wurde. Dort war sie acht Jahre als Landeskirchenmusikdirektorin und Kreiskantorin tätig, leitete verschiedene Chor- und Nachwuchsformationen (u. a. Kantorei, Jugendchor, Kurrende, Eltern-Kind-Singen), wirkte als Organistin an wechselnden Kirchen und übernahm außerdem Aufgaben als stellvertretende Rektorin der Kirchenmusikschule.

Nach der Fusion der Evangelischen Kirche der schlesischen Oberlausitz (EksOl) mit der Berlin-Brandenburgischen Landeskirche wechselte Britta Martini als Studienleiterin für die kirchenmusikalische Aus- und Fortbildung in die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO). Gemeinsam mit Tobias Scheetz organisierte sie eine ländliche C-Ausbildung in Dahme, übernahm später die Leitung des Berliner C-Seminars und initiierte anschließend regionale Ausbildungszentren, darunter Rheinsberg und Brandenburg an der Havel, in Zusammenarbeit mit Kolleg*innen vor Ort.

Aus ihren vielfältigen kirchenmusikalischen Stationen schöpft Britta Martini einen breiten Erfahrungshorizont. Sie arbeitete in Gremien des Deutschen Evangelischen Kirchentags (DEKT) mit, war an der Bundesakademie für musikalische Jugendbildung als Dozentin für Kirchenmusikvermittlung tätig und widmet sich in Praxis und Lehre u.a. den Themen Kirchenmusik im Nationalsozialismus, Kirchenliedkunde, Unterrichtspraxis und Kirchenmusikvermittlung. 

Jonas Wilfert

Jonas Wilfert wuchs in Hohburg bei Leipzig auf und kam bereits früh mit Kirchenmusik in Berührung. Schon im Grundschulalter begleitete er regelmäßig Gottesdienste an der Orgel. Ab seinem sechsten Lebensjahr erhielt er Klavierunterricht und eine umfassende musikalische Ausbildung bei Horst Anders. Mit zwölf Jahren bekam er ersten Orgelunterricht von Marcus Friedrich. Prägende Lehrer waren Elmar Lehnen und Matthias Eisenberg. Weitere wichtige Impulse erhielt Wilfert in zahlreichen Meisterkursen, insbesondere im Bereich der Improvisation.

Das Studium der Kirchenmusik und der Orgelimprovisation bei Prof. Wolfgang Seifen an der Universität der Künste führte ihn nach Berlin. Dort ist er seit 2016 Leiter der Choralschola und Organist an der historischen Hill-Orgel in St. Afra.

Als Solist trat Jonas Wilfert unter anderem beim Leipziger Bachfest, bei den Leipziger Wagner-Festtagen, im Berliner Dom und im Gewandhaus zu Leipzig, bei den Händelfestspielen Halle, in der Zaryadye Concert Hall in Moskau sowie in der Glasgow Cathedral auf. Für ein Improvisationskonzert über Themen Richard Wagners erhielt er ein Bayreuth-Stipendium der Richard-Wagner-Stipendienstiftung. Darüber hinaus ist er als Improvisator zu Stummfilmen gefragt.

Als Dirigent arbeitete Wilfert unter anderem mit dem Landesjugendchor Sachsen, dem Bach-Chor Berlin, dem Staats- und Domchor Berlin, dem Sinfonischen Kammerorchester Berlin und dem Preußischen Kammerorchester. Seit 2018 ist er künstlerischer Leiter des Orchesters »Junges Ensemble Leipzig«. 2022 wurde er zum Chordirektor bei »Dorf macht Oper« berufen, einem kulturellen Kooperationsprojekt unter anderem mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin. Seit 2023 arbeitet er bei der Singakademie zu Berlin als Dirigent und Korrepetitor. Zudem ist Jonas Wilfert als Musikschullehrer tätig und wird als Dozent für Orgelkurse engagiert.

2020 komponierte er ein Passionsoratorium auf Grundlage von Otto Mallings »Die sieben Worte des Erlösers am Kreuze«. Gemeinsam mit dem Sänger Ingo Witzke entstand eine CD-Einspielung des Werks, die bei MDR Kultur und MDR Klassik vorgestellt wurde.

Mit dem Trompeter Toni Fehse gibt Jonas Wilfert seit 2009 zahlreiche Duo-Konzerte im In- und Ausland. 2017 erschien beim Leipziger Label Rondeau Productions ihre erste gemeinsame CD mit eigenen Transkriptionen romantischer Musik.