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Spotlight Series 3 - Musiktheater = Raum für Teilhabe – Kollektive und junge Sparten im Dialog mit der #BAJMT

KURSNUMMER: 261103

Zielgruppe

Theatermacher*innen, Vermittler*innen, Schauspieler*innen, Musiker*innen, Sänger*innen, Performer*innen, Multiplikator*innen
Termine

DI, 03.11.2026 von 19:00 - 21:00
Anmeldeschluss

03.11.2026
Kursplätze

max. 25 Plätze
Ort

Online
Kategorie

Musiktheater & Bühne, Kulturelle Vielfalt & Teilhabe, Nachwuchsförderung
Preise

0,00€ Kostenfrei
Ansprechpartner*innen

Fragen zu Kursorganisation und Anmeldung:
Leonie Rinze
akademie@musikkultur-rheinsberg.de

Fragen zu Kursinhalten:
Annika Haller
akademie@musikkultur-rheinsberg.de

Partizipatives Musiktheater von und mit Jung und Alt

Theresa von Halle und Elise Schobeß haben drei Jahre lang das UFO – Junge Oper Urban der Deutschen Oper am Rhein künstlerisch geleitet.

Seit der Entstehung des UFOs 2021 wurden zehn Stationen – vom Duisburger Innenhafen bis nach Ruhrort, von Düsseldorf-Garath bis nach Rath – zu Orten für zahlreiche Produktionen und Projekte. Partizipative Methoden und Formate an der Schnittstelle von Oper und Stadtgesellschaft wurden erforscht, erfunden und immer weiterentwickelt.

Im Mittelpunkt standen dabei immer die Begegnungen und die vielen Menschen, die das in ihrem Stadtteil gelandete UFO in ihren Alltag aufgenommen haben. Gemeinsam mit Regieteams und mit Sänger:innen des Ensembles sind ganz unterschiedliche Formate musikalischer Begegnung entstanden: von der partizipativen Komposition bis zum Stadtteil-Spektakel im öffentlichen Raum.

Elise Schobeß und Theresa von Halle werden ihre wertvollen Erfahrungen, künstlerischen Methoden und partizipativen Spielweisen vorstellen und gemeinsam auswerten. Wie viel UFO kann in andere Produktionen mitgenommen werden? Was müsste passieren, damit mobile und partizipative Orte nachhaltig bestehen bleiben können?

Über die Spotlight Series

In der Online-Reihe präsentiert die #BAJMT (Bundesakademie für junges Musiktheater) aktuelle konzeptionelle Ansätze des Musiktheaters mit Kindern und Jugendlichen. Die vorgestellten Projekte eröffnen Einblicke in unterschiedliche künstlerische, pädagogische und institutionelle Perspektiven und verstehen Musiktheater als soziales Experimentierfeld, in dem gesellschaftlicher Wandel und individuelle Lebensrealitäten künstlerisch verhandelt werden.

Die sechs Präsentationen der diesjährigen Spotlight Series finden alle 14 Tage dienstags auf Zoom statt und widmen sich unter anderem folgenden Aspekten und Herausforderungen:

  • Engagement und Befähigung junger Menschen
  • inklusive Ansätze
  • Konzeption und Aufrechterhaltung effektiver musiktheatraler Bildungs- und Vermittlungsprogramme
  • neue Formate im Bereich der künstlerischen Forschung
  • strukturelle und finanzielle Aspekte

Die eingeladenen Expert*innen decken das gesamte Spektrum des musiktheatralen Schaffens mit Kindern und Jugendlichen ab. Ziel ist es, richtungsweisende Ansätze im Spannungsfeld zwischen künstlerischer Praxis und Musiktheatervermittlung, institutionellem Kontext und freier Szene sowie zwischen permanenten und temporären Organisationsformen zu betrachten und zur Diskussion zu stellen.

Gefördert von:
Dozierende

Elise Schobeß
Biografie

Elise Schobeß studierte Musikwissenschaft, Soziologie und Politikwissenschaft in Dresden und Poznań (Polen) sowie Dramaturgie an der Theaterakademie Hamburg. Während ihres Studiums erhielt sie ein Stipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes. 
Seit ihrem Studium war sie als Produktionsdramaturgin für Musiktheater und interdisziplinäre Formate tätig. Produktionen führten sie in den letzten Jahren an verschiedene Spielstätten, u.a. Staatstheater Hannover, Theater Bonn, Opéra National de Montpellier, Kunstfest Weimar oder Steirischer Herbst Graz. 
Von 2019-2023 forschte Elise Schobeß an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg im Rahmen einer künstlerischen Promotion über Enthierarchisierungsstrategien im Musiktheater. Ebenda war sie Dozentin im Fachbereich Theater und Multimedia.
Ab der Spielzeit 23/24 leitete sie gemeinsam mit Theresa von Halle für drei Jahre das UFO, die von raumlaborberlin konstruierte mobile Spielstätte der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf/Duisburg, mit dem Schwerpunkt auf partizipativem Musiktheater. Hier entstand ein vielfältiges Programm aus Uraufführungen, Repertoire-Überschreibungen und musikalischen Formaten an der Schnittstelle von Oper und Stadtgesellschaft. Daneben führen beide seit Oktober 2025 die Projektleitung des Programms übermorgen der Bundeskulturstiftung am Theater Bremen.
Elise Schobeß ist Alumna der Akademie Musiktheater heute und war mit ihrem Team Preisträgerin beim internationalen Musiktheaterwettbewerb Ring Award 20/21.
Seit der Spielzeit 2026/27 ist Elise Schobeß spartenübergreifende Chefdramaturgin am Staatstheater Kassel.

Theresa von Halle
Biografie

Theresa von Halle ist Regisseurin für Musiktheater und Künstlerische Leiterin von partizipativen Großprojekten. 

Sie gründete 2019 das partizipative Junge Ensemble Musiktheater (JEM) in Hamburg und leitete seit der Saison 2023/24 gemeinsam mit Elise Schobeß das UFO – Oper Urban, die mobile Spielstätte der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf Duisburg.

Seit Oktober 2025 führt sie gemeinsam mit Elise Schobeß die Projektleitung des Programms Übermorgen der Bundeskulturstiftung am Theater Bremen.

Sie studierte Oboe an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin und der HfMT Hamburg und assistierte an verschiedenen Opernhäusern, u.a. mehrmals bei Christoph Marthaler. 

Ihre Inszenierungen wurden u.a. an der Neuköllner Oper, der Oper Köln, dem Theater Lüneburg, in Burundi und an der Deutschen Oper Berlin, Schauspielhaus Düsseldorf aufgeführt. Sie arbeitet regelmässig mit der Theatergenossenschaft, dem Theaterschüff in Brandenburg zusammen.

Ihre kommenden Regiearbeiten finden u.a. an der Semper Oper, sowie der Bremer Kammerphilharmonie statt.